Miteinander, füreinander: Gemeinsam für ein Gesundheitswesen mit Augenmass

Im Moment plant das Parlament Gesetzesvorlagen, welche die Versorgung von Patientinnen und Patienten gefährden. Dagegen wehren wir Ärztinnen und Ärzte uns zusammen mit unseren Patientinnen und Patienten.

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Geplant ist ein Globalbudget für das Gesundheitswesen der Schweiz. Was bedeutet das für die Patientinnen und Patienten? Die Politik will künftig den Umfang der medizinischen Leistungen beschränken. Der Versicherungsanspruch des Patienten endet dann mit dem Budget.

Wir sind uns alle bewusst, dass die wachsenden Ausgaben sowohl die privaten Haushalte als auch die Budgets der Kantone belasten, aber wir akzeptieren keine Sparübungen auf Kosten der Patienten und der Behandlungsqualität!

(Nur so nebenbei: Die gesamten Gesundheitskosten sind seit 1996 um 72% angestiegen, während die durchschnittliche Krankenkassenprämie in dieser Zeit um 107% angestiegen ist.)

Welches Szenario uns mit einem Globalbudget droht, zeigt das Beispiel Deutschland. Hat ein Arzt seine «Zielvorgabe» erreicht, darf er nicht mehr behandeln. Manche schliessen sogar tagelang ihre Praxis, um das Budget nicht zu überschreiten. Terminverschiebungen ins Folgequartal sind längst Usus. Noch verheerender ist eine weitere Konsequenz: Patienten, die eine aufwändige Behandlung brauchen, oder mit einer chronischen Krankheit sprengen schnell das Plansoll. Sie werden so zur Belastung jeder Praxis. In der Folge sind Ärzte gezwungen, «teure» Patienten abzulehnen. Oder, um es mit den Worten des deutschen Gesundheitsökonomen Volker Ulrich auszudrücken:

«In einem Globalbudget arbeitet derjenige (Arzt) wirtschaftlich, der es schafft, sich von der Versorgung kranker Menschen fernzuhalten.»

Nur wer privat zahlt oder privat versichert ist, hat einen privilegierten Zugang und führt zu einer Zweiklassenmedizin.

Die Folgen eines staatlichen Gesundheitssystem lassen sich auch in Grossbritannien beobachten. Chronisch Kranke, Alte, Arme und Hilflose warten heute monatelang auf Termine. Ihre Ausgaben für Sozialbetreuung und Pflege wurden gesenkt, Pflegestationen, Seniorenheime und Sozialstationen geschlossen.

Die Diskussion im Gesundheitswesen dreht sich fast ausschliesslich um die Kosten. Dabei vergessen wir den Nutzen oder das, was wir durch die höheren Kosten gewonnen haben. Seit 1996 reduzierte sich die Zahl verlorener potentieller Lebensjahre um 40%. Diese zusätzlichen Lebensjahre verdanken wir nicht zuletzt dem medizinischen Fortschritt. Das zeigt sich markant an der tieferen Sterblichkeitsrate bei Krebserkrankungen. Insbesondere bei Kindern mit Krebserkrankung gehört die Schweiz zu den Ländern mit den besten Behandlungsergebnissen.

Patienten und Ärzte -miteinander, füreinander!

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